1150 lbs Grander Blue Marlin vor Santo Antao.

Cap Verden 14. Mai 2011

Sao Vicente, Marina Mindelo: Unsere erste Ausfahrt auf der AMELIA begann um 6:30 Uhr, mit von der Partie: Jörg Donath (Angelpartner), Zak Conde (Skipper), „Scuba“ Steve Hall (US-Mate), Towares Chyi (CV-Mate) und meine Wenigkeit. Da in den letzten Tagen vor Sao Vicente nicht viel los war, wählten wir das Seegebiet zwischen der Bank von Noroeste und der Insel Santo Antao als Fanggebiet. Gegen 11.30 Uhr zeigten die Bordinstrumente an, dass wir uns der Bank näherten; auch sichteten wir mehrere Futterfischschwärme, viele darin raubende Fische und Seevögel.

Mit leichterem Gerät fingen wir dort drei Wahoos und einen kleinen Yellow Fin Tuna. Gegen 14.00 Uhr fischten wir weiter auf Marlin. Um 15.00 Uhr kam ohne Vorzeichen dann doch noch eine heftige Marlin-Attacke und für mich begann ein harter Drill. Jedem von uns wurde dabei klar, dass es sich um einen kapitalen Marlin handeln musste. Nach 1 Stunde und 10 Minuten bekam Steve den Leader zu fassen und Chyi setzte schnell die Flying Gaffs. Mit vereinten Kräften und größter Anstrengung schafften wir es dann nicht, den Marlin durch die Türöffnung der AMELIA zu ziehen – sie war für diesen Fisch einfach zu klein. Der Ausruf „Sharks!“ lies unser Blut in den Adern gefrieren: Die AMELIA wurde von ein paar hungrigen Haien umkreist die bereits immer näher kamen; Steve fasste sich ein Herz, sprang ins Wasser und zog eine Schlinge um den Schwanz des Marlins. So zusätzlich vertäut und mit der Kraft der Verzweiflung schafften wir es dann doch noch den Marlin ins Boot zu ziehen! Mit über 30 Knoten ging es dann in Richtung Heimat. Mittlerweile umgab uns stockfinstere Nacht; zirka zehn Meilen vor Mindelo plötzlich ein heftiger Stopp; die AMELIA war mit einem Motor in ein ungesicherten Fischernetz gefahren. Mit einer Maschine ging es weiter. Endlich sichteten wir die Hafenlichter Mindelos und gegen 23.30 Uhr legten wir an. Ein Kranwagen und die Helfer standen bereit und trotz später Stunde hatten sich auch viele Zuschauer eingefunden. Unter dem Applaus der vielen Leute und zu unserer großen Freude blieb die Waage bei 1150 lbs stehen!

Resümee:

Als Skipper fing Zak Conde seinen ersten gewogenen Marlin-Grander, für die Mates „Scuba“ Steve Hall und Towares Chyi war das auch ihr größter Blue Marlin überhaupt. Und für mich - jetzt fehlt in meiner „Grander-Sammlung“ nur noch der Black Marlin. Danach würde ich wahrscheinlich die Marlinjagd beenden und nur noch zum Fliegen- und Popperfischen gehen ...

Vielen Dank an dieser Stelle für die nächtliche Organisation eines Kranwagens und einer geeichten Digitalwaage an Berno Niebuhr und Clay Hansley mit seinen beiden ghanaischen Helfern.

Der Marlin wurde mit einem BluewaterFishingköder „Superjet“ in den Farben Schwarz/Gelb/Grün aus unserem Programm gefangen.

Mehr Infos darüber unter Shop/Angebote oder auf www.facebook.com/BWF.eu

Am Ende unserer dreizehntägigen Angelreise standen auf unserer Liste neben einigen Beifängen 16 Blaue Marline.

Stephan Kreupl, im Mai 2011