Canso, Nova-Scotia, Indian Summer 2009

»One dream, one team and the early birds caught the biggest!«

So fing Alles an:

Am 4. Dezember 2008,18:24:51 fanden wir auf unserem „Website-Gästebuch“ folgenden Eintrag: "Hallo, wirklich tolle und informative Webseite. Da ich auch den Giganten der Meere massiv "verfallen" bin, werde ich die Seite www.bluewaterfishing.eu in Zukunft öfters besuchen. Viele Grüße von der Atlantikküste Kanadas. Thomas"

Thomas Schmidts Website www.tunaxxl.com faszinierte uns auf der Stelle. Stephan nahm gleich Kontakt auf; bei mir erwachten sofort meine Erinnerungen aus den guten, alten Adria-Thunfischzeiten. Die Fangerfolge der Canso-Boote in der Saison 2008 und der Bericht im deutschen Angelmagazin Fisch&Fang verdrängten dann auch unsere letzten Zweifel. Noch einmal im Leben ein Kampf mit einem „Bullen der Meere“ wagen und durchstehen, war wieder in greifbare Nähe gerückt und dazu noch fangquotengerecht bzw. unter Aufsicht und Kontrolle der ICCAT! Einige unserer Freunde und Bekannte waren ebenfalls interessiert. Letztendlich blieben aber nur noch drei Teams übrig, die sich harten Drills und den Wetterbedingungen des Nordatlantiks stellen wollten: Heiko Steinmetz, Robert Rein, Stephan Kreupl, Stefan Mayer-Mendel und Peter Keppel. Auch sollte eine TunaXXL-Competition stattfinden: Wer von uns den größten Fisch fängt, erhält einen von Thomas gestifteten Pokal.

Wo liegt unser neues „Blauflossen-Thunfisch-Eldorado“: Im westlichen Nordatlantik 45° 20′ 2″ N, 60° 59′ 43″ W vor der Ostküste Kanadas, in der Provinz Nova Scotia. „Angeln am Limit – nur für harte Kerle“, in den einst sogar von Mi’kmaq-Indianern hoch geschätzten Fischjagdgründen „Camsoks“.

Das Seegebiet vor Canso wird von vielen Unterwasserbergen durchzogen, die sehr steil von 20 bis auf 200 Meter aufsteigen und abfallen. Auch vermischt sich dort das warme Wasser des Golfstromes mit schwächeren aus dem Norden kommenden kalten Strömungen. Das dortige nährstoffhaltige Wasser bietet somit optimale Wachstumsbedingungen für viele Fischarten, Hummer und andere Schalentiere. Für verschiedene Walarten, Robben und Seelöwen sind die Fischgründe vor Canso ebenfalls ein Paradies. Jedes Jahr im Herbst finden sich auch riesige Schwärme von Tintenfischen, Makrelen, Heringen und anderen Fischarten dort ein und mit ihnen wandern Makrelen-, Mako-, Blauhaie und Thunfische oder werden magisch von diesem übergroßen Nahrungsangebot angezogen!

Bedingt durch die komplizierten Schonzeitenregelungen, Quotenaufteilungen und unseren individuellen Terminen stand erst Mitte 2009 der Reisetermin endgültig fest. Am 23. September ging es dann endlich mit der CONDOR von Frankfurt aus nonstop nach Halifax. Nach 3 ½ Stunden Fahrzeit mit dem Auto erreichen wir endlich Canso und ziehen in unsere gemütlichen „kanadischen Cabins“ ein.

Am Nachmittag treffen wir uns mit unseren Crews, besichtigen die Boote, testen das Gerät und die neu gebauten Kampfstühle. Da dort bisher die Fische ausschließlich an 130er Gerät im Rutenhalter gedrillt wurden, ist für die Skipper und Crews das Angeln im Kampfstuhl etwas Neues. Unsere Erfahrungen im Kampfstuhl und Stand-Up-Drill-Geschichten interessieren die Jungs und machen sie neugierig auf unser Können.

Wir alle sind voller Erwartung und Hoffnung für den nächsten Tag. Der 24. September ist auch der offizielle Start der Canso-Thunfisch-Fangsaison 2009. Unsere Boote sind bereits eingeteilt: Heiko Steinmetz fährt auf der PAPA-KNOT-T-BOUYS, wir auf der NAUTICAL-ODYSSEY und Stefan Mayer-Mendel mit Peter Keppel auf der IRISH-TOWNER. Die drei Boote und Crews waren laut den Fangstatistiken der letzten Jahre die erfolgreichsten Boote vor Ort!

Unsere erste Ausfahrt:

Um 6.00 Uhr treffen wir uns mit Skipper Steve Meade (50) und Bootsmann Donald Armsworthy (63), genannt „Duck“ am Boot, verlassen noch in der Dunkelheit den Hafen und auf geht es in Richtung Sonnenaufgang. Unterwegs fangen wir gemeinsam mit Federsystemen noch schnell genügend frische Makrelen. Nach intensiver Rundumsuche stoppt Steve und gibt das Kommando: „Guys let’s have a try“. Eine Makrele wird an einem vorher aufgestiegenen Drachen über eine vorgeschaltete Releaseklammer an der Wasseroberfläche geführt, und zwar so geschickt, dass aus der Fischperspektive immer nur die Makrele sichtbar ist. Die zweite Rute wird mit einem Schwimmkörper auf zirka zehn Meter Wassertiefe gehalten. Zeitweise füttern wir dabei behutsam mit Heringsstückchen an. Besonders das Angeln mit dem Drachen bzw. die kontrollierte und aufmerksame Führung des Köders an der Wasseroberfläche fasziniert uns sehr! Hier auf unserer Webseite wollen wir aber nicht näher auf diese sehr interessante Angeltechnik eingehen und verweisen auf unser (hoffentlich) 2010 erscheinendes Buch „Bluewater-Fishing Band 2“. Auch das Suchen der Thunfische mit Echolot und Fernglas, die Ködermontage und -Führung werden wir dort ausführlich beschreiben.

Steve, Duck und wir verstehen uns auf Anhieb – scheinbar hat der Zufall oder sogar Proteus selbst hier ein optimales Angelteam zusammen geführt!? Gegen 8.00 Uhr erfolgt der erste Strike auf die „Drachenmakrele“: Ein Schwall, der Thunfisch packt die Makrele voll, reißt die Leine aus der Klammer, der Bissanzeiger fliegt von der Rute weg und die Leine schießt von der Rolle. Nach 15 Minuten kommt der Thunfisch längsseits; es ist leider ein „Kleiner“ mit einem Gewicht von ca. 180 lbs. Wir entfernen vorsichtig den kleinen 8/0 Circle-Hook. Der Fisch wird stabilisiert und dabei auch etwas angeschleppt; jetzt wird er wieder munter und sprintet davon. Der Anfang ist gemacht! An diesem Tag fangen wir drei Thunfische zwischen 150 und 200 lbs. Auch die anderen Boote fangen Thunfische; leider ist auch dort keiner schwerer als 200 lbs. So geht es die nächsten vier Tage weiter: Sehr viele Thunfische vor Ort, aber keiner liegt über 200 lbs.

Die Stimmung sinkt von Tag zu Tag; im Vergleich zu den Fangergebnissen der Vorjahre liegen wir zwar bei den Stückzahlen weit über dem Durchschnitt, aber leider fehlen die großen Exemplare. Egal, unser eiserner Fangwille lässt uns weiter die Ersten beim Raus- und die Letzten beim Reinfahren sein; auch scheuen wir weder Kälte, Wind noch Wellen und unser Glaube an das Anglerglück, die unendliche Liebe zum Meeresangeln und unsere nie sterbende Hoffnung, dass irgendwann doch Großfische da sein werden, treibt uns immer wieder raus aufs Meer!

Nach der dritten Ausfahrt zwingen uns dann doch die zu raue See und eine eisige Brise aus Nord-West zu einer Pause. Steve und Duck sind aber trotzdem oder gerade deswegen guter Dinge, da sich meist danach die Strömung ändert und die Chance auf größere Thunfische steigt!? Für die Einheimischen gilt von Haus aus: „Sauwetter“ und raue See ist gleich „bestes Thunfischwetter“. Am besten soll es sogar sein, wenn die Bootsscheibenwischer Schneeflocken auf die Seite schieben. Es scheint danach tatsächlich besser zu werden: Heiko legt die Messlatte auf 273 lbs. Stefan Mayer-Mendel erwischt einen prächtigen Blauhai. Wir fangen endlich auch zwei Thunfische über 200 lbs.

Am letzten Tag meldet Heiko gleich in der Früh einen guten 336er an – das wird wohl in der verbleibenden Zeit niemand von uns toppen können!? Ohne Vorzeichen kommt am Nachmittag bei uns dann doch noch ein heftiger Biss. Stephan ist dran und nimmt die Herausforderung an. Nach 25 Minuten gaffen wir einen prächtigen Thunfisch, der von der Crew auf + 500 lbs geschätzt wird. Um 17:30 Uhr ist unsere Competition beendet und Stephan bleibt die Nr. 1! Leider war der Siegerfisch etwas zu kurz und brachte deshalb „nur" 444 lbs auf die Waage.

Am letzten Tag meldet Heiko gleich in der Früh einen guten 336er an – das wird wohl in der verbleibenden Zeit niemand von uns toppen können!? Ohne Vorzeichen kommt am Nachmittag bei uns dann doch noch ein heftiger Biss. Stephan ist dran und nimmt die Herausforderung an. Nach 25 Minuten gaffen wir einen prächtigen Thunfisch, der von der Crew auf + 500 lbs geschätzt wird. Um 17:30 Uhr ist unsere Competition beendet und Stephan bleibt die Nr. 1! Leider war der Siegerfisch etwas zu kurz und brachte deshalb „nur" 444 lbs auf die Waage.

Am Abend findet die Siegerehrung mit anschließendem Festessen und nettem Beisammensein statt. Zur Überreichung des Pokals ist Ken Fraser angereist. Diesen exzellenten Angler einmal persönlich kennenlernen zu dürfen ist für uns und die meisten anderen eine große Ehre. Nur kurz für die Leser, die ihn nicht kennen: Ken ist einer der Pioniere des kanadischen Meeresangelns und fing am 26. Oktober 1979 den größten, jeweils mit Rute und Rolle (130 lbs IGFA-Line-Class) Blauflossen Thunfisch mit 1496 lbs! Auch war er jahrelang einer der erfolgreichsten Thunfischskipper weltweit.

Unsere Crew und wir feiern nicht all zu lange. Steve und Duck spüren, dass große Fische da sind und wir wollen (an unserem Abflugtag) vor Sonnenaufgang noch einmal unser Glück versuchen. Der Zeitplan ist zwar eng gesteckt: Maximal 4 Stunden Angeln plus 3 ½ Stunden mit dem Auto bis Halifax; um 18.55 geht unser Flieger – das kann (gerade) noch hinhauen. Um 5.00 Uhr sind wir am Boot. Die Jungs warten schon mit laufendem Motor und ab geht’s in die Dunkelheit des Nordatlantiks. Steve scheint heute von einer geheimnisvollen Vorahnung und eigenartigen Nervosität durchdrungen zu sein. Er behauptet (wenn sie da sind) sogar im Dunkeln jagende Wale riechen bzw. finden zu können. Auch ist er sicher, dass sich bei großen Heringsschwärmen und Walen immer Großthunfische rumtreiben. Eine gute halbe Stunde sind wir jetzt auf See und noch immer umgibt uns die Dunkelheit. Am Horizont steigt langsam die Morgenröte auf.

Jetzt beginnt eine Viertelstunde, die zu erleben ein seltener Glücksfall ist – für uns waren das magische Angelmomente! Steve steuert mittlerweile nur noch mit einem Fuß, liegt dabei im Führerstandfenster, starrt in die Dunkelheit und hält dabei die Nase in den Fahrtwind. Auch wir suchen nach kreisenden Vögeln und jagenden Seelöwen. Plötzlich stoppt Steve das Boot, es folgt sein Kommando: „Guys, eject the baits – immediately! Um uns herum erkennen wir jetzt viele Seelöwen und Seevögel; es scheint, als warten alle auf etwas. Der Tiefenköder ist bereits ausgebracht; wir bereiten die Drachenmontage vor. Keine zwanzig Meter entfernt beobachtete uns die ganze Zeit ein neugieriger Seelöwe. Er schwimmt jetzt in Richtung Downbait-Schwimmkörper und taucht blitzschnell ab - gleichzeitig erfolgt ein heftiger Biss auf der Angel. Die Leine pfeift von der Rolle. Stephan und ich schauen uns an – er überlässt mir den Vorzug unseren (voraussichtlich) letzten diesjährigen Blauflossen Thunfisch drillen zu dürfen! Ich sitze jetzt im Folterstuhl und es wird mir beim Ablaufen der Leine klar, dass mir in der nächsten Stunde alles abverlangt wird. Beim ersten Run geht der Fisch schräg in die Tiefe und nimmt dabei einige hundert Meter Leine. Der Fisch stoppt erstmals, der Drill beginnt. Um überhaupt Leine rein zu bekommen muss ich schon jetzt den Bremshebel bis zum Maximum raufschieben.

Als austrainierter Rennradler, der sich von Mai bis September im bayrischen Voralpengebiet rumtreibt, komme ich mit der starken körperlichen Belastung der 130er Ausrüstung gut zurecht; aber das nur 1,5 mm dicke Monovorfach und der kleine 8/0 Haken bereiten mir große Sorgen. Mit Gefühl und Geduld bekomme ich nach zirka 45 Minuten den Fisch erstmals kurz an die Oberfläche. Aber er ist dabei noch mindestens 100 Meter entfernt. Die Jungs hinter mir flüstern etwas wie „maybe bigger than…“. Jetzt geht es in diesem Drillrhythmus weiter: Der Fisch zieht den größten Teil meiner zurückgewonnenen Leine wieder ab und flüchtet in die Tiefe – erneut bringe ich die Leine wieder ein… - nach zirka zehn solcher Fluchten schwimmt der mächtige Fisch parallel zum Boot. Jetzt fängt er an zu kreisen und zu wenden. Die kritischste Drillphase ist erreicht - jetzt darf uns kein Fehler passieren; in keinem Fall darf der Fisch unter dem Boot wegtauchen! Steve ist aber nicht nur bei der Platzwahl und Köderführung ein Profi; er beherrscht sein Boot perfekt. Plötzlich taucht der Fisch keine fünf Meter vom Boot auf - er scheint am Ende seiner Kräfte zu sein!? Jetzt nur noch drei Kurbelumdrehungen - Duck und Stephan setzen blitzschnell ihre Gaffs; der Fisch ist gefangen! Der Drill dauerte eine Stunde und zehn Minuten – der alte Proteus war mir wieder einmal gut gesonnen und lies mich auch nicht allzu lange leiden! Mit einem prächtigen Thunfisch geht es jetzt in Richtung Wiegeplatz. Die Gewichtsdiskussionen lassen wir, für eine Grander fehlt doch noch etwas Umfang. Wir alle sind überglücklich, dass uns zu guter Letzt dann doch noch ein solch phantastischer Drill und großer Fisch vergönnt war. Das Wiegen ergibt 791 lbs. So jetzt müssen wir aber schnell zurück bzw. spätestens um 12.00 Uhr geht es ab in Richtung Halifax. Jetzt noch die 3 ½ Stunden auf dem Highway, der Eincheckstress und nach nur 6 ¾ Stunden Flugzeit landen wir wohlbehalten in Frankfurt.

Resümee:

  • Die drei Boote: NAUTICAL-ODYSSEY, PAPA-KNOT-T-BOUYS und IRISH-TOWNER hatten mit uns fünf Anglern an 25 + ½ Ausfahrten 65 Hook-Ups;
  • 52 Thunfische fingen wir; 42 Thunfische und die beiden Blauhaie wurden mit sehr großer Sorgfalt (und auch lebendig) wieder freigelassen!
  • Das Gesamtgewicht der gefangen Fische (inklusive Dorschen, Köhler, Makrelen, Sculpins, Red Fish, Heringen, Perchs) schätzen wir auf knapp 4 Tonnen.
  • Davon getötet (mit Genehmigung der kanadischen Fischereibehörde und der ICCAT) wurden zirka 1 ½ Tonnen.
  • Soweit vorhanden, wurden auf den Booten Circle Hooks verwendet!
  • Die Vorfachstärken lagen zwischen 200 und 250 lbs und es wurde ausschließlich mit 130er Ruten und Rollen im Kampfstuhl gedrillt.
  • Auch fingen wir beim Schleppen (mit einem Spezial-Thunalure plus Robertos Montage) einen Thunfisch von knapp 200 lbs – ein Novum vor Canso!
  • Es ist wichtig, dass alle (Skipper, Besatzung, Angler) zusammen arbeiten: Alle suchen die Oberfläche nach Merkmalen (kreisende Vögel, Delphinen, Walen, Seelöwen etc.) ab. Gemeinsam werden bei Bedarf frische Köderfische gefangen, bei den vielen Standortwechseln die Angeln gemeinsam ein- und ausgebracht – das spart Zeit und bringt über den ganzen Tag gesehen den ein oder anderen zusätzlichen Fisch! Nach dem Auslegen der Köder wird ständig mit Ferngläsern nach den Thunfischen Ausschau gehalten.

Die Fangtabelle der drei Teams auf einen Blick

Datum pro Tag Peter Heiko Stefan M-M Stephan K Robert
25. Sep 5 1 1 0 2 1
26. Sep 5 0 4 0 0 1
27. Sep 8 0 1 1 3 3
28. Sep Sturm - - - - -
29. Sep 11 1 2 + 1 (273) = 3 1 2 (+ 1*) = 3 3
30. Sep 0 0 nicht draußen 0 0 0
01. Okt 4 + 1 BS 1 (177) nicht draußen 1 BS (240) 2 (250) 1
02. Okt 7 2 nicht draußen 1 3 1 (270)
03. Okt 3 0 nicht draußen 0 1 2
04. Okt 4 +1 BS 0 nicht draußen 1 2 1 + 1 BS (100)
05. Okt Sturm - - - - -
06. Okt 4 1 1 (372) 0 1 (444) 1 (280)
07. Okt (4 h) 1 nicht draußen nicht draußen nicht draußen 0 1 (791)
Zusammen 52 +2 BS 6 10 4 + 1 BS 16 (+ 1*) = 17 15 + 1 BS

Die Abkürzung "BS" bedeutet Blauhai. Alle anderen (mit und ohne Angaben) waren Blauflossen-Thunfische. Die zurückgesetzten Blauflossen-Thunfische wogen zwischen 150 bis 200 lbs.

*Duck hat in den letzten 17 Jahren 100erte Thune und gut ein Dutzend Grander gefangen, jedoch noch nie einen Fisch vom Stuhl aus gedrillt. Er sollte unbedingt auch einmal die „Vorzüge“ eines Kampfstuhles erleben!

Was sollte/muss noch erwähnt werden:

  • In den „Thunfisch-Beißpausen“ fingen wir Dorsche, Köhler, Makrelen, Sculpins, Red Fish, Heringe, Perchs bis maximal fünf Kilogramm Stückgewicht. Wer dort mit dem richtigen Gerät und Fangtechnik angreift, kann unseres Erachtens drillen bis ihm der Arm abfällt und wird garantiert auch einige Überraschungen erleben. Auch der Fang eines Heilbutts soll möglich sein.
  • Die Küstenlandschaft vor Canso hat seinen eigenen Scharm: Die undurchdringbaren Wälder grenzen direkt an die zahlreichen Seen und die Küste.
  • Von uns gesichtete Meeressäugetiere: Delphine, Robben, Seelöwen in großer Stückzahl und auch zeitweise einige Wale.
  • Die Landtiere: Schwarzbären, Elche, Kojoten, Porcupins (Stachelschweine); auch mehrere Weißkopfseeadler konnten wir beobachten!
  • Die Einheimischen: Sehr ehrlich und gerade heraus, freundlich und hilfsbereit – sehr sehr angenehme Zeitgenossen!
  • Essen und Trinken: Bei privaten Einladungen gut; draußen leider nur US-Niveau (Plastik und Fastfood).
  • Kneipenleben gleich Null
  • Nachtleben: Heulende Kojoten und mit etwas Glück einen schleichenden Fuchs oder flüchtende Hasen – aber nur die mit den langen Löffelohren!

Stephan Kreupl und Robert Rein im Oktober 2009