BluewaterFishing Marlinlure-Promotion-Tour April/Mai 2010

Der erste Angeltrip in Stephans und meinem Anglerleben, in dem wir nicht nur angelten, sondern auch Skippern, Booteignern und anderen Anglern unsere neuen Marlinlures vorstellten; auch wurde es die erste echte Feuertaufe für unsere neue Marlinlure-Modelle: Big Smoker und Grander 1238!

Matthias Henningsen, Skipper der Smoker war unser Testskipper Nr. 1: Er erzielte beim ersten Einsatz unseres Big Smokers und Granders 1238 - als Teaser beim „Bait & Switch“ – auf Anhieb einige gute Fänge! Wie in allen Marinas der Welt, sprach sich das wie ein Lauffeuer rum und unsere Lures waren an diesem Abend im Klub Nautico (ausnahmsweise) Gesprächsthema Nr. 1.

Als Testskipper Nr. 2 übergaben wir unserem Freund Ferdi Worst, Skipper der Bibiche, die nächsten beiden Testlures; auch er fing auf Anhieb am nächsten Tag einen ordentlichen Marlin auf Grander 1238 und zwei mit dem Big Smoker! Jetzt war der Bann gebrochen und alle anderen Skipper baten oder forderten sogar unsere Lures zum Testen. Insgesamt 7 Boote rüsteten wir mit jeweils einem Grander 1238 und Big Smoker aus. Kurz und knapp die Erfolge: Während den 12 Tage an denen wir vor Ort waren, wurden (unsere Marline nicht mitgezählt) mit dem Big Smoker 21 Marline gefangen und 6 geteast; mit dem Grander 1238 wurden 13 Marline gefangen und 3 geteast.

Wie lief es bei uns: Unsere erster Weg nach der Ankunft in Mindelo führte uns selbstverständlich sofort in den Club Nautico. Dort erblickten wir Freunde und Bekannte, die leider mit hängenden Köpfen und traurigem Blick berichteten: „Erst Einen … 2 bei 10 Ausfahrten … auch vor Sao Antau und Sao Nicolau beißt es nicht richtig … der Beifang kommt auch spärlich daher …“. Am nächsten Morgen in der Marina die nächste Frustration: Einigen, auch unserem Boot, fehlten von einem Tag auf den Anderen eine „neue kapverdiansche Zusatzangelgenehmigung“. Naja, als alte Kapverdenfahrer werden wir nicht mehr allzu schnell nervös. Am nächsten Morgen stand dann aber unsere Dimeu mit Skipper Calu und den Crewmännern: Jorge do Graco Rodrigues und Gianone Graaro pünktlich und tipp top bereit. Mit Calu und Jorge verbinden uns viele Erinnerungen; Gianone ist erst 25, kommt aus Brasilien und will sich auf den Kapverden den letzten Schliff als Crewman holen. Für uns war wichtig, dass die Jungs heiß auf das Marlinangeln waren und auch menschlichen passten wir gut zusammen.

Da dieser Bericht schließlich der Sechste über das Marlinangeln vor den Kapverden ist, werden wir uns nicht erneut in Drillgeschichten verlieren, will sagen: Ein informative tabellarische Zusammenfassung muss diesmal reichen. In unserem Video-Clip „Kapverden 2010“ sind außerdem die schönsten und interessantesten Szenen und Fotos zusammengefasst.

Da dieser Bericht schließlich der Sechste über das Marlinangeln vor den Kapverden ist, werden wir uns nicht erneut in Drillgeschichten verlieren, will sagen: Ein informative tabellarische Zusammenfassung muss diesmal reichen. In unserem Video-Clip „Kapverden 2010“ sind außerdem die schönsten und interessantesten Szenen und Fotos zusammengefasst.

Unsere Ausfahrten und Fische:

Datum Boot Flut C&R Strikes
23. April Dimeu 14.45 0 0
24. April Dimeu 16.13 1 1
25. April Dimeu 17.24 2 3
26. April Dimeu 18.21 0 3
27. April Dimeu 0.651 0 0
28. April Dimeu 07.35 + 3 4
29. April Dimeu 08.15 1 1
30. April Dimeu 08.15 0 1
1. Mai Dimeu 08.55 2 3
2. Mai Dimeu 09.34 ++ - -
4. Mai Dona Pi 10.13 0 0
Gesamt     9 16

+) Vollmond ++) Steuerbordwelle nach 2 Stunden gebrochen

Unsere Einschätzung unserer gefangen Marline: 1 Großer, 3 Ansehnliche, 3 Mittlere und 2 Kleine.

Zum Angeln allgemein:

  • Im Gegensatz zu den letzten Saisons fingen die Boote im Durchschnitt (bis zu unserem Abflug) nur die Hälfte der vorjährigen Stückzahlen.
  • Größere Schwärme von Futterfische sichteten wir an der Wasseroberfläche und auf den Fischfindern gegenüber den letzten Jahren eher selten; sogar die Unterwasserbänke waren unseres Erachtens oft relativ leer.
  • Die Boote kreuzten öfters als sonst im tiefen Wasser - die Skipper hofften unseres Erachtens häufiger als in den letzten Jahren dort auf Glückstreffern.
  • Um die Bank vor San Petro kreuzten täglich stundenlang bis zu 10 Boote.
  • Auf der Dimeu und den meisten anderen Booten wird (leider immer noch) nur klassisch mit Lures geschleppt; auf der Smoker, Andromeda und Amelia erhöht zusätzlich „Bait & Switch“ die Fangchancen nach unserem Dafürhalten enorm.
  • Vielleicht kommt ja der große Marlinrun in diesem Jahr etwas später – wir wünschen es den Crews und deren Gästen von ganzem Herzen!

Unsere Vorsätze für kommende Kapverdeneinsätze und unsere allgemeine Bewertung des Drum und Dran:

  • Die „Bait & Switch Technik“ wird zukünftig in unser Planung und Angeltechnik einen großen Platz einnehmen!
  • Da wir unsere neun Marline alle mit Einhakenmontagen fingen und uns die Vorteile beim Freilassen (für Crew und Fisch) schon länger klar sind, werden wir in Zukunft unsere Marlinlures nur noch so montieren! Auch glauben wir, dass letztendlich die Einhakenmontage mehr Hook-Ups bringt.
  • Dem Angeln auf Sal werden wir in Zukunft den einen oder anderen Marlintag vor San Vincente oder Sao Nicolau opfern – die Aussichten auf Beifang und auch auf Marlin scheinen sich auf Sal bestens entwickelt zu haben!?
  • Der Flug mit TUI-Fly und der TACV lief trotz Vulkanasche pünktlich und wie geschmiert; das ganze Gepäck kam an; die Wartezeiten von Sal nach Mindelo müssen noch kürzer werden.
  • Mindelo ist gegenüber der 1990er nicht mehr zu erkennen; ganz besonders die Hafenpromenade und die Marina sind vorbildlich!
  • Ohne Angst vor Ruhr und Cholera kann man mittlerweile in den Restaurants rund um die Hafenpromenade Alles essen und trinken!

Am 2. Mai, als eine der Wellen der Dimeu brach, machten wir einen Ausflug an die Nordküste Sao Vincentes. Dort versuchten wir unser Glück vom Ufer aus mit Slidern und Poppern auf Stachelmakrelen – leider ohne Erfolg. Trotzdem schätzen wir an diesen „jungfräulichen Stränden“ gerade für erfahrene Brandungsangler die Chancen auf Rochen, Hai und Co als sehr hoch ein!?

Stephan Kreupl und Robert Rein im Mai 2010