Angeln auf den Kapverden im Juli

Gibt es dort überhaupt so etwas wie eine “Nebensaison”?

In diesem Jahr entschieden Albi und ich, außerhalb der so genannten Hauptsaison und zwar im Juli auf unseren Booten “Sambo” und “Smoker” zu fischen.


Die meisten Boote beenden nach dem 4. Juli (Marlin World Cup) ihre Saison. Das bedeutet, danach sind nur noch eine Handvoll Charterboote unterwegs und man hat seine Ruhe und keinen Befischungsdruck.

Die ersten Tage begannen wir die Fischgründe rund um San Pedro (Sao Vicente) abzufischen. Über den ganzen Juli verteilt waren Thunfische mit Gewichten mit bis zu 250 Pfund unterwegs. Wir fingen uns kleine Makrelen und Bonitos und fischten mit Lebendköder wann immer wir konnten. Die Erfolge ließen nie lange auf sich warten und wir bekamen Thune, Segelfische, Haie und Marline an den Haken.

Der Juli zählt zu einem der windstillen Monate auf den Kapverden und wir bekamen die Chance, ausgiebig auf der Nord-West-Bank vor Santo Antao zu fischen. Auf dem Weg zur Bank und zurück hatten wir regelmäßig Fischkontakt. Auf der Bank selbst waren wir sehr flexibel. Neben der klassischen Marlin-Fischerei mit unseren Teasern und Lures gingen zwischendurch immer mal in seichteres Wasser und fischten mit unseren Jiggingruten und Lighttackle Gerät auf Wahoos und Tune mit regelmäßigem Erfolg.

Beim Jiggen konnten wir eine bunte Palette von unterschiedlichen Fischen fangen. Der Monster Amberjack blieb leider bei diesem Trip aus. Amberjacks können auf den Kapverden bis über 100 kg schwer werden. Eins der Boote verlor an einem Tag gleich 3 kapitale Exemplare in Reihe durch Schnurbruch.

Die letzten Tage befischten wir die Fanggründe von Sao Nicolau. Auch dort waren wir die einzigen Boote. Wir fingen kleinere Thune auf Lebendköder und einen ca. 400 Pfund Galapagos-Hai.

Vor der Insel Raso konnten wir mit unserem am Circle-Hook montierten Fliegenden-Fisch einen kapitalen Marlin in nur 58 Meter Wassertiefe haken. Es war uns schnell klar, dass wir einen Ausnahmefisch am anderen Ende der Angel hatten und die Gaffs lagen bereit. Der Fisch war nie weiter als 100 Meter vom Boot entfernt. 7 Mal hatten wir ihn direkt hinter dem Boot und das Vorfach war greifbar nah. Nach über einer Stunde Drillzeit und 4 Meilen von der Anbiss-Stelle entfernt, bog der Circle-Hook kurz hinter dem Boot auf und der Fisch war wieder frei – bad luck…

In Summe fingen wir zusammen 28 Blue Marline bis ca. 650 Pfund, 3 Segelfische, 21 Gelbflossen Thune bis 160 Pfund, 1 Großaugen Thun mit 180 Pfund, 6 Wahoos und beim Jiggen unzählige Almako Jacks, kleine Amberjacks und andere Riffbeisser.

Wir fischten unsere Lures mit so genannten “Single-Hook-Riggs”. Die Modelle “Superjet”, “Striker und “Zena” haben sich wieder mal bewährt. Als Teaser verwendeten wir die Lures “Grander1238”, “Mr. Big” und “Big Smoker”. Für das Light Tackle auf Wahoo und Tune auf der Bank die Modelle “Magic Star” und “Magic Candy”. Als absoluter Tuna Killer hat sich wieder mal der “Magic Shot” hervorgetan.

Für Fragen zur Fischerei und Buchungen stehen wir euch gerne zur Verfügung:

Tight Lines
Stephan Kreupl
Im August 2017